Kirchenöffnung - Wandelandachten

die aktuelle Wandelandacht:

Markus 6 (in Auswahl)

7 Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister

8 und gebot ihnen, nichts mitzunehmen auf den Weg als allein einen Stab, kein Brot, keine Tasche, kein Geld im Gürtel,

9 wohl aber Schuhe, und nicht zwei Hemden anzuziehen.

12 Und sie zogen aus und predigten, man solle Buße tun,

13 und trieben viele böse Geister aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund.

30 Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.

31 Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig.

 

Gedanken zum Text

Da haben die Jünger ganz schön viel erlebt!

Ich frage mich: wie würde ich mich als einer der Jünger fühlen? Mit wenig Proviant und auch sonst kaum Ausrüstung machen sie sich auf den Weg. Werden vielmehr auf den Weg geschickt. Was sie im spärlichen Gepäck haben, ist neben ihrer Begeisterung für die Botschaft und die Person Jesus die Macht, zu heilen.

Und es geht gut. Mehr als das! „Sie trieben viele Geister aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund.“

So kommen sie zurück. Angefüllt mit Eindrücken - Und auch müde.

Und was ist die Reaktion Jesu?

Er hört sie an. Lässt sich erzählen, was sie erlebt haben. Hört ihnen zu. Sie können sich von der Seele reden, was sie erlebt haben.

Und dann kommt etwas, das mich erstaunt und mir gut tut.

Jesus schickt seine Jünger in einen „Erholungsurlaub“. Nach all dem Trubel mit den Menschen, denen sie gepredigt und die sie geheilt haben, sollen sie sich zurückziehen. „Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig“ SO deutlich hätte ich es nicht erwartet.

Aber ist das nicht eine ganz wichtige Erkenntnis: Es muss auch diese Zeiten der Ruhe geben. Es ist etwas Großes geschehen oder geschafft worden, eine Anstrengung, die am Anfang eher aussichtslos ausgesehen hat. Jetzt gleich wieder ins nächste Abenteuer? Nein. Jetzt ist erst einmal Zeit, sich zu besinnen: „Was war da eigentlich? Was habe ich alles erlebt? Was habe ich geschafft?“ Und im Fall der Jünger auch die Erkenntnis: „Das hat Gott durch uns bewirkt.“ Es braucht Zeit, um das zu verarbeiten, aus dieser Erkenntnis auch neue Kraft und Vertrauen zu gewinnen. Gottvertrauen und Selbstvertrauen.

Der Sonntag ist für uns so eine Ruhephase. Erinnerung, was in der vergangenen Woche geschehen ist und das Herz und den Kopf füllt.

Eine Ruhephase, um diese Erlebnisse und Erinnerungen vor Gott zu bringen und sich klar zu werden: das alles war begleitet von Gott. Und er wird auch in der Woche, die vor mir liegt, mit mir sein.

 

 

Ein Rückblick auf die Gründonnerstags"andacht" 2020

 

Altar
Bildrechte: Rainer Schmidt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"andere Hostien"...
Bildrechte: Rainer Schmidt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch am Ostersonntag war eine "Wandelandacht" in den Kirchen in Kirchfarrnbach und Hirschneuses für sie ausgelegt.

Der Herr ist auferstanden
Bildrechte: Rainer Schmidt
Er ist wahrhaftig auferstanden
Bildrechte: Rainer Schmidt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Zeit des zweiten Lockdowns ist die Kirche in Kirchfarrnbach wieder für Sie geöffnet.

Wir haben einen besonderen Weihnachtsbaum aufgestellt: Die Bewohner der Ortschaften, die zu unserer Kirchengemeinde Kirchfarrnbach gehören, haben mit dem folgenden Text einen Stern bekommen:

 

Liebe Gemeindeglieder!

„Alle Jahre wieder“ – ich kann mich nicht erinnern, dass mir dieses Lied so sehr gefehlt hat – oder vielmehr das Gefühl, das sich damit verbindet: in einer Welt, die sich ständig ändert, einen Punkt der Verlässlichkeit, der Tradition und der festen Rituale zu haben.

In diesem Jahr ist Weihnachten nicht wie „alle Jahre wieder“. Einen Weihnachtsgottesdienst mit bis zu 300 Personen in unserer Kirche am Heiligen Abend wird es nicht geben können. Auch Familienfeiern an Weihnachten werden anders sein als sonst. Darum wollen wir den Baum in der Kirche in diesem Jahr auch anders als gewohnt schmücken und zwar mit Ihnen allen zusammen:

Schreiben Sie einen Wunsch oder einen Gruß darauf oder einfach, was Ihnen dieses Jahr besonders wichtig ist. Der Stern darf auch bemalt oder anderweitig gestaltet werden– egal wie! Wir freuen uns auf Ihren persönlichen Weihnachtsstern.

Unser Weihnachtsbaum soll Zeichen unserer ganzen Gemeinde sein – ganz egal welcher Konfession Sie angehören.

Während der täglichen Kirchenöffnung können Sie den ausgeschnittenen und mit einem Band versehenen Stern dann am Christbaum in der Kirche anbringen, der dieses Jahr schon in der Adventszeit für diese Aktion bereitsteht.

 

Ich freue mich auf einen bunten „Sternebaum“ und wünsche Ihnen allen eine besonders gesegnete Adventszeit.

 

Ihr Pfarrer

Rainer Schmidt

Der Baum "wächst"
Bildrechte: Rainer Schmidt

langsam füllt sich der Baum...